
In wenigen Tagen steht für mich mal wieder eine Reise nach Deutschland auf dem Plan. Dort gibt es von Zeit zu Zeit Dinge zu erledigen. Und es stehen drei Gruppenabende und ein Wochenendworkshop auf dem Programm. Wenn ich mich auf etwas in Deutschland freue, dann sind es einige Menschen, die ich gerne treffe und ganz besonders auch die Gruppenveranstaltungen. Es liegt mir viel daran, hier einen Raum zu schaffen, in dem Menschen das Potential ihrer ganz individuellen Möglichkeiten in einer entspannten Atmosphäre erforschen und erweitern können.
Was mich aktuell allerdings ein wenig (wie meinen kleinen Kater auf dem Foto) sinnieren lässt, ist die bezüglich der Anzahl der Teilnehmer*innen geringe Resonanz auf die Angebote. Woran könnte es liegen, dass es wenig Anmeldungen gibt? Ein paar Gedanken, die mir dazu gekommen sind und die gleichzeitig meinen nicht markttauglichen Arbeitsansatz beschreiben:
Ich bin kein Guru
Damit möchte ich sagen, dass ich keine Projektionsfläche biete. Und wo ich in der Vergangenheit zum Guru gemacht wurde, habe ich das Bild umgehend wieder zerstört. Das ist definitiv nicht markttauglich. Ein Coach hat mir mal vor vielen Jahren gesagt, dass ich nur Erfolg (im Sinne eines Verständnisses dieses Wortes unter den gegebenen gesellschaftlichen Bedingungen) haben könnte, wenn ich für Menschen etwas aufbauen würde, worauf sie projizieren können. Menschen bräuchten das. Mir ist klar, dass so gut wie alle Lehrer*innen und Meister Projektionsflächen schaffen. Das ist der Schlüssel des Erfolgs ihrer Arbeit. Doch hinter dem Bild sind sie Menschen wie jeder andere Mensch auch. Das will nur kaum einer von denen sehen, die ihnen folgen und zu ihren Veranstaltungen gehen. Mein Weg ist es immer gewesen, mich mit allen meinen Facetten zu zeigen. Und das kommt nicht gut an … 😊
Ich verspreche nichts
Ich weiß nicht, was für Dich gut ist. Wenn Du zu mir zu Einzelsessions oder in eine Gruppe kommst, werde ich Dir nicht sagen, wo es hingeht und was Du auf der Reise erleben wirst. Denn ich weiß es selber genauso wenig wie Du. In der Arbeit mit mir weißt Du nie was Dich erwartet bzw. wo es hingeht. Denn wirkliche Veränderungen können nur stattfinden, wenn jede Erwartung aufgegeben wird. Selbsterforschung ohne Erwartung öffnet die Türen zu Deinem eigenen Potential. Das unterscheidet mein Angebot von der Mehrzahl dessen, was Du auf dem Markt finden wirst und was Dich allerdings meist nur wieder auf eine neue Rolle trainiert, die in Wirklichkeit gar nicht Du bist.
Es gibt ein Überangebot an Information,
was eine Spirale in Gang setzt, bei der letztendlich kaum noch jemand in der Lage ist, Informationen aufzunehmen. Deshalb sind schon lange optische Reize zum „Informationsträger“ geworden. Das ist nicht meine Sprache. Da keine Aufmerksamkeit mehr vorhanden ist, muss außerdem ständig wiederholt werden. Viele Anbieter lassen sich diese Arbeit inzwischen von Robotern abnehmen. Mich befremdet das und gleichzeitig merke auch ich, dass es oftmals erst nach einem wiederholten Hinweis überhaupt eine Reaktion z.B. auf eines meiner Angebote gibt. Die Spirale schraubt sich immer höher. Immer mehr Menschen lassen sich schon heute von ChatGPT sagen, was für sie an Information wichtig ist und wie sie ihren Alltag gestalten sollen, da sie selber nicht mehr in der Lage dazu sind.
Meine Webseiten sind nicht optimiert
Voraussetzung jemanden im Überangebot des Internets zu finden ist eine bedingungslose Unterwerfung an die Regeln des Internets der aktuellen Generation. Eine Webseite ähnelt der anderen, da Aufbau, Struktur, Wortwahl und einiges mehr von denen vorgegeben wird, die eine Seite bei einer Suchanfrage anzeigen oder eben nicht. Das Internet ist langweilig geworden. Ich habe keinen einzigen wirklich kompetenten Anbieter in den vergangenen Jahren über eine Suchmaschine gefunden. Dazu kommt, dass immer mehr auch die Inhalte einer Seite eine Rolle spielen, nach denen eine Webpräsenz angezeigt wird. Ich zeige mich auf meinen Webseiten sehr offen, aber nicht nach den Regeln und Normen anderer, die Vielfalt immer mehr zu normiertem Einheitsbrei werden lassen.
Kein Facebook, Instagram, WhatsApp oder ähnliches
Ich kenne keinen erfolgreichen Anbieter, der ohne eine Nutzung des sogenannten Social Media auskommt. Bedeutet für mich, ganze Gruppen unserer Gesellschaft nicht zu erreichen, da diese sich nur noch in den digitalen Medien orientieren. Der Spielraum als Anbieter selber zu gestalten ist bei Social Media noch wesentlich geringer als bei einer Internetpräsenz. Sich als Anbieter mit diesen Kommunikationskanälen zu beschäftigen frisst eine Unmenge an Energie insbesondere durch die Anpassung an die von den Anbietern vorgegebene Normierung. Ich mag meine Zeit gerne für kreative Dinge nutzen, durchaus auch im digitalen Bereich. Viele mir bekannte Anbieter im Umfeld Tantra, Selbsterfahrung oder Therapie haben Angestellte die nur dafür sorgen, in den Medien präsent zu sein. Ich bin nicht bereit, meinen Beitrag an Meta oder Google zu zahlen.
Folge: Keine*r folgt, sprich kein Erfolg
Mein Angebot ist und bleibt es, einen Raum zu schaffen für das Erlernen und Erfahren einer unbequemen, ungezähmten und durch Autonomie bestimmten Lebensführung. Das bedeutet eine Ausweitung der eigenen Möglichkeiten über alle Dir bisher bekannten Grenzen hinaus. Niemand ist diesen Weg vor Dir gegangen und Du verlässt Schritt für Schritt bekanntes Terrain. Es öffnet sich eine neue Welt. Meine Aufgabe kann dabei sein, Dir durch die Erfahrungen, die ich selber beim Beschreiten so eines Weges gemacht habe, unterstützend und begleitend zur Seite zu stehen. Du darfst kommen, wenn Du Dich auf das Wagnis des Lebens einlassen möchtest. Dein Alter spielt keine Rolle.
